Knapp 2000 Gäste versammelten sich am Samstag auf den Stadtplatz – Spannender Dreikampf der Feuerwehren
Das Bierfestival, das am Samstag erstmals in Osterhofen veranstaltet worden ist, soll, so Bürgermeister Horst Eckl, eine bleibende Einrichtung werden und einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt bekommen.
Die Wirte, die am Samstag auf dem Stadtplatz vertreten waren, können die Begeisterung des Stadtoberhaupts nicht unbedingt teilen. Grund: Zu wenig Gewinn angesichts des doch hohen Platzgeldes von 1000 Euro pro Gasthaus bzw. Brauerei. "Das muss erst einmal verdient werden", erklärt Sieglinde Gschwendtner vom Stadt-Cafe. "Wenn wir nicht auch Spirituosen ausgeschenkt hätten, dann hätte ich drauf bezahlt" betont die Inhaberin des Pilspubs. Und auch Sepp Ilg (Gasthaus Seidl) zeigt sich mit dem Umsatz nicht unbedingt zufrieden: "Es wurde wesentlich weniger getrunken als bei den letzten großen Festen auf dem Stadtplatz."
Das ist auch kein Wunder: Rund 2000 Leute haben am Samstag den Weg auf den Stadtplatz gefunden – wesentlich weniger als bei der BR-Radltour oder beim großen Bürgerfest. Das wirkte sich natürlich auf den Umsatz aus. Und nach 22 Uhr leerten sich die Reihen erstaunlich rasch. Grund: vielen Besuchern war es einfach zu kalt, um im Freien zu sitzen.
Das 1. Niederbayerische Bierfestival war ein Versuch der Stadt Osterhofen, im Jubiläumsjahr eine zusätzliche Veranstaltung am neuen Stadtplatz zu bieten. Fünf Osterhofener Wirte schenkten die Biere von vier niederbayerischen Brauereien aus. Die Besucher konnten wählen zwischen den Bieren von Arcobräu in Moos („Bayerischer Hof“ und Stadt-Cafe), der Brauerei Aldersbach („Altenmarkter Hof“), der Brauerei Hutthurm (Donaucenter Schubert) und der Brauerei Hacklberg (Gasthaus Seidl/Ilg).
Für Aufregung unter den Wirten sorgte eine vom Stadt-Cafe ausgewiesene Happy Hour von 17 bis 18. Uhr. In dieser Zeit waren am Stand von Sieglinde Gschwendtner alle Getränke um einen Euro billiger. Gastwirt Sepp Ilg: "Da müssen wir dann nicht im Rathaus mehrmals zusammenkommen und die Getränkepreise auf 2,50 Euro festlegen, wenn dann doch jeder Wirt das macht, was er will."
Das Bierfestival war auch verbunden mit einem "bayerischen Dreikampf" im Bierkasten-Kraxeln, Bierkasten-Drücken und Maßkrug-Stemmen. Die 16 Feuerwehren im Stadtgebiet Osterhofen bildeten acht Teams. Sieger wurde die Mannschaft der Feuerwehren aus Arbing und Untergessenbach vor Langenamming/Altenmarkt und Galgweis/Oberndorf. Auf den weiteren Plätzen folgen Kirchdorf/ Anning, Haardorf/Niedermünchsdorf, Osterhofen/Wisselsing, Gergweis/Göttersdorf und Aicha/Thundorf.
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