Viel Lob für die gelungene Neugestaltung – Auftakt der Feste und Feiern in den Jubiläumsjahren 2003 und 2004
Bürgermeister Horst Eckl war sich am Samstag ganz sicher: Osterhofen kann stolz sein auf einen der schönsten Stadtplätze in ganz Niederbayern. Die Feier zum Abschluss der Stadtplatz-Sanierung war gleichzeitig der Auftakt der Feste und Feiern in den Jubiläumsjahren 2003 und 2004.
Und in der Tat: Der neue Stadtplatz kann sich nach der Sanierung nach den Richtlinien der Städtebau-Förderung sehen lassen. Dies wurde am Samstag wiederholt betont. Mit einem Kostenaufwand von knapp drei Millionen Euro – 60 Prozent davon sind Zuschüsse – wurde in den vergangenen 15 Monaten die "gute Stube Osterhofens" umgestaltet.
Bürgermeister Horst Eckl ließ in seiner Festansprache die Entwicklung nochmals Revue passieren und erwähnte dabei, dass Osterhofen mit der Neugestaltung ein modernes Konzept verfolgt habe. Auch deshalb habe der Bürgerentscheid im Spätherbst 2001 keine Mehrheit gefunden.
Die Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität konnte laut Eckl nur durch die Schaffung großer verkehrsfreier Bereiche erreicht werden. Die dadurch notwendige Reduzierung der Stellplätze um rund 30 Prozent werde heute von jedermann akzeptiert.
Im Gegensatz dazu habe man mehr Aufenthaltsqualität geschaffen, großzügige Fußgängerbereiche und mehr Sicherheit für die Fußgänger durch die Querungshilfe auf der Bundesstraße 8. Die Reduzierung der Stellplätze um rund 30 Prozent sei durch die Schaffung vieler zentrumsnaher Parkplätze in den vergangenen Jahren mehr als ausgeglichen worden. Dennoch ist es notwendig, dass die Dauerparker nach wie vor ihre Autos nicht am Stadtplatz abstellen. Diese Stellplätze sollen den Kunden und Gästen vorbehalten bleiben, führte der Bürgermeister aus.
Die Möblierung des Stadtplatzes mit Bänken, Pollern, Papierkörben und Pflanztrögen fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Auf der Nordseite des Stadtplatzes dominiert der Luitpoldbrunnen, der nach einer Generalsanierung wieder voll funktionsfähig ist. Die Dominante auf dem Rathausvorplatz ist die neue Skulptur, der zerlegte Ring aus Cor-Ten-Stahl, bzw. Edelstahl. Diese gegensätzlichen Elemente passen laut Eckl auf den ersten Blick nicht zusammen, aber sie stehen symbolisch für das historische und für das moderne Osterhofen. Dass moderne Kunst nicht jedermanns Sache ist, sei normal. Die durch die Skulptur ausgelöste Diskussion, so Eckl, sei wertvoller als jedes Gefälligkeitswerk.
Abschließend seiner Ausführungen dankte Bürgermeister Eckl besonders der Regierung von Niederbayern für die Unterstützung, dem Gewerbeverein mit Siegfried Liebl und Hans Peter für die gute Zusammenarbeit, dem Planungsbüro Bichler & Graf, der örtlichen Bauleitung mit Manfred Zapf und Peter Obergrußberger und nicht zuletzt den Einwohnern von Osterhofen und den Anliegern am Stadtplatz. Sie hätten in den 15 Monaten Bauzeit viele Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: Osterhofen hat einen der schönsten Stadtplätze in Niederbayern.
Stadtpfarrer Klüter von der evangelischen Kirchengemeinde und Dekan Erwin Böhmisch segneten anschließend den neuen Stadtplatz. Regierungsvizepräsidentin Monika Weinl gratulierte Osterhofen zum schönen neuen Stadtplatz, Architekt Gerhard Bichler dankte für den Auftrag und überreichte als Geschenk den Stadtplatz von Osterhofen als Gemälde. Die Feierstunde auf dem Rathausvorplatz, die von der Hitze sehr beeinträchtigt wurde, wurde von den Antonibläsern unter der Leitung von Herbert Strobl musikalisch umrahmt.
Anschließend eröffneten Eckl und der Vorsitzende des Bürgerfestkomitees, Heinz Hager, das 14. Bürgerfest in Osterhofen.
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